Donnerstag, 13. November 2008

nslu2 firmware aspekte [linksys vs. unslung]

wie verwalte ich meine usb festplatten?


wir haben jetzt ein computer device mit einem schnellen 266 mhz prozessor, und mit dem vorhandenen microcode v2.3r63/a5 (etsi) von linksys läßt sich sehr schnell einen gewissen erfolg erzielen, jedoch stoßt man ebenso schnell an die grenzen dieses kernels. der hauptgrund sich auf die suche einer alternativen firmware zu begeben war aber das black-box modell von linksys, das sich gewissermassen hinter einer web-applikation versteckt. die festplatten können zwar formatiert werden [partitionen werden nicht unterstützt], die wahl des zugrunde liegenden filesystems wird schon wieder kompliziert [fat, fat32, ntfs, ext2, ext3, raiserfs, etc...]. logische datenträger-verwaltung [raid verbände] werden zur gänze ignoriert. die verwaltung des built-in samba und das dahinterliegende benutzerschema mehr als kompliziert.


irgendwann stößt man auf nslu2-linux.org, das forum schlecht hin, wenn es um die slug geht, und schon vollziehe ich mein erstes firmware-flash [unslung 6.8 beta]. Die funktionalität des linksys-kernels bleibt bei diesem microcode vollständig erhalten, die zu erwähnenden additonal capabilities sind:


  • ntfs volumes werden unterstützt
  • ext3 filesysteme an beiden usb ports
  • ein gewisser support von usb hubs [ubs 1.0]
  • möglichkeit zur installation von samba 3
  • software-package installation [ipkg]
  • telnet zugang zur slug

auf grund der internen 32mbyte speicher begrenzung stellt sich sehr schnell die frage, wie und wann die rootfs [das, dem kernel zugrunde liegende root filesystem] auf einen externen datenträger [usb memory stick, hard disk, nfs, etc.] ausgelagert werden kann. die neu geflashte unslung firmware bietet hier bereits abhilfe. usb-stick an port2 angeschlossen, formatiert [ext3 fs], telnet aktiviert [http://your_slug_ip/Management/telnet.cgi] und schon gelangt man mittels telnet-client als user root [pwd: uNSLUng] auf die box. endlich wird es spannend, unter /sbin liegt ein shell script namens unsling, denn so wird auch der vorgang des auslagerns der rootfs genannt. dem trivialen argument [disk1/2 – wohin soll ausgelagert werden] kann auch ein [-nopw] folgen, das eine mandatory änderung des root passwords im script ablauf verhindert. „/sbin/unsling disk2“ wird in meinem fall ausgeführt, das im memory liegende jffs2 [journalling flash file system version 2] wird an /initrd unter /dev/sda1 gemountet. nach erfolgtem reboot erkennt man zunächst unter http://your_slug_ip einen status in der fuß-zeile [unslung to disk2, /dev/sda1] und im header die aktuelle firmare version [v2.3r63-uNSLUng-6.8-beta]. das offensichtlich neue unslung logo erhält man auch bereits ohne auf ein externes device ungeslingt zu haben.


erneut wird telnet aktiviert und nach erfolgtem root zustieg wird als erstes software package ssh installiert. „ipkg install openssh“ – wir wollen in der zukunft keinen browser mehr öffnen müssen und den zugang zur slug lediglich mittels ssh abwickeln.


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